Neuland – Neue (Arbeits-) Wege gehen

Natürlich kann niemand die Zukunft vorhersehen. Deshalb nütze es auch nichts, einen Plan B, C oder D in der Schublade zu haben, meint Wade. Ob Fall B, C, D oder Y eintritt, könne schließlich niemand wissen. Stattdessen müssen Unternehmen bereit sein, jeder Zeit auf eine Veränderung zu reagieren. Wade: „Das Zauberwort heißt Agilität.“

So nachzulesen im Wiwo Artikel Agilität: Wie Firmen die Digitalisierung überleben.

Nach Andre Häusling in Wege zur agilen Organisation:

Agilität und Selbstorganisation werden als branchenübergreifende Management- und Führungsansätze vermehrt eingesetzt, um der konstant wachsenden Komplexität und Schnelligkeit des Marktes sowie dem Bedarf an Innovationskraft gerecht zu werden. Unternehmen müssen dynamisches, flexibles Anpassen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung als Teile ihrer DNA verstehen und leben.


In Zeiten des kontinuierlichen, schnellen und disruptiven Wandels werden agile Strukturen und adaptive Verhaltensmuster zu entscheidenden Erfolgsparametern im Business – Change Agility eben. Selbststeuerungskräfte sind zu aktivieren, Netzwerke zu mobilisieren und Eigenverantwortung zu stärken. Agile Kompetenzen wie „fast failure“, beta-Versionen und in ständiger Optimierung angelegte iterative Ansätze gewinnen an Bedeutung.

Agil heißt iterativ und inkrementell. D.h. nicht alles von Anfang an richtig und fertig haben. Es bedeutet „steg för steg“ (schwedisch für „Schritt für Schritt“) – es braucht Mut, die ersten Schritte zu setzen sowie Offenheit für Neues auf einer unendlichen (Entdeckungs-) Reise. Damit ist auch der Weg das Ziel.

Somit sind neue (Arbeits-) Wege gefragt.

Im Sinne von „agile is a mindest sind einige Prinzipien einer agilen (Arbeits-) Welt besonders zu hervorzuheben:

  • Culture: trust & freedom, learn faster, iterative & incremental, experiment 
  • Cooperation: self-steered, collaboration & co-creation, cross-functional
  • Competences: decision making at lowest possible level closest to expertise, ownership based on defined roles
  • Leadership: guiding teams by vision & goals, solving impediments

Heißt auch, ein neuer Führungsstil ist gesucht, so der Artikel Der evolutionäre Führungsstil:

Ein Führungsstil, der sich rasch den neuen Gegebenheiten anpasst und in der V.U.C.A.-World bestehen kann, wird notwendig sein. Dieser sollte rasch auf Veränderungen durch Selbstorganisation reagieren…

Leadership in dieser neuen Welt bedeutet Führung neu denken – ein Paradigmenwechsel im Selbstverständnis hin zu:

  • Inspiration,
  • Inclusion,
  • Iteration,
  • Impediments und
  • Infrastruktur.

Es bedeutet, das why und what zu klären und das how den Teams zu überlassen.

Insgesamt braucht es ein umfangreiches Umdenken und Neumachen, so Andre Häusling  in Wege zur agilen Organisation:

Um agil zu werden, müssen sich klassische, starre und hierarchiebasierte Unternehmen neuen Herausforderungen stellen, denn Agilität fordert ein neues Wertegerüst, ein geändertes kunden- und mitarbeiterorientiertes Führungsverständnis sowie die Anwendung und Weiterentwicklung völlig neuer innovativer Personalinstrumente.

Im Artikel Wie Unternehmen agil werden heißt es:

Die Änderungen der Methoden und Praktiken haben nicht nur einen großen Einfluss auf die technische Infrastruktur, sondern auch auf die Mitarbeiter sowie die Organisation und Kultur eines Unternehmens. Unternehmen müssen ihre Aufbau– und Ablauforganisation gegebenenfalls stark anpassen, um die positiven Effekte der neuen Methoden auszuschöpfen, und sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte müssen sich auf geänderte Rollen und Rollenverständnisse einlassen. Mit der Einführung agiler Prinzipien kommen auf die Mitarbeiter neue Anforderungen zu, zum Beispiel bezüglich ihrer Kommunikationsfähigkeiten sowie hinsichtlich ihrer Eigeninitiative und der Bereitschaft, Verantwortung im Team zu übernehmen.

Also ein ganzheitliches Unterfangen, so Häusling weiter im Artikel Wege zur agilen Organisation:

Um das Gelingen agiler Transformationen besser erklärbar zu machen, haben wir das Pioneers Trafo-ModellTM entwickelt. Wir haben sechs Dimensionen identifiziert, innerhalb derer Unternehmen die agile Transformation angehen müssen, um sich von klassischen zu agilen Unternehmen zu entwickeln.

  1. Das Entwickeln eines agilen Zielbilds des Unternehmens
  2. Die Entwicklung einer kundenorientierten Organisationsstruktur
  3. Das Einführen iterativer Prozesslandschaften
  4. Ein mitarbeiterzentriertes Führungsverständnis
  5. Die Implementierung agiler Personal- und Führungsinstrumente
  6. Das Leben einer agilen Unternehmenskultur


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