DREAM – DARE – DO: Veränderungen angehen

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In meiner nebenberuflichen Tätigkeit als Coach habe ich 2014 in der Emotion den Artikel „Vom Träumen ins Tun: Veränderungen in die eigene Hand nehmen“ über den Umgang mit Veränderungen im eigenen Leben geschrieben, der immer noch aktuell ist.

Haben Sie schon häufiger davon geträumt etwas in Ihrem Leben zu verändern? Und fragen sich, warum Sie es nicht angehen? Warum Sie nicht ins Tun kommen?:

Veränderungen führen häufig zu Verunsicherungen, besonders dann wenn man sie nicht selbst gewählt hat. Aber, auch wenn man die Dinge selbst in die Hand nehmen will, gilt es alte Gewohnheiten umzustellen und Ängste zu überwinden. Das Neue bringt Unbekanntes und Ungewohntes. Dennoch kann sich der Weg in neues Gelände lohnen, kann mit seinen neuen Perspektiven befreiend wirken. 

Wie den Zugang finden? Oder haben Sie bereits eine Vorstellung und wissen nicht wie Sie es angehen können? Der 3-stufige Ansatz „DREAM – DARE – DO“ gibt Ihnen erste Anhaltspunkte.

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1. DREAM

Was will ich? Was ist mir wichtig? Jede selbstgesteuerte Veränderung startet mit intensiver Gedankenarbeit und einer guten Portion Selbstreflexion. Das innere Zurücktreten und die Betrachtung auf Distanz sind Ausgangspunkt wichtiger Überlegungen.


Am Anfang gilt es wohlüberlegt Grundlagen zu legen. Es geht um das Erkunden der eigenen Perspektive, darum die Idee von der Zukunft entstehen zu lassen und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln was einem wichtig ist. Um diesen Themen auf die Spur zu kommen, gehen Sie in den Dialog mit sich. Dabei gilt es das Feld der Möglichkeiten zu Beginn zu öffnen; denken Sie „groß“. Kreative Techniken können dabei unterstützen, der Fantasie freien Lauf zu lassen.

„Fantasiereise“: Träumen ist wichtig
Denken Sie das Verrückte, das Unvorstellbare! Malen Sie sich Ihren schönsten Traum aus. Schließen Sie die Augen und stellen sich vor: Sie können alles erreichen, was Sie sich wünschen. Was würden Sie machen? Wer ist bei Ihnen, was machen Sie? Ebenso wichtig: Was spüren Sie, wenn Sie dieses (gedanklich) „erleben“?

Diese Gedanken (be-)rühren das Herz und geben Kraft. Ihre Vorstellungswelt vermittelt Ihnen Inspirationen und Anhaltspunkte. Und das ist entscheidend: wir verändern uns nur (freiwillig), wenn wir verlockende Alternativen fühlen und einen Sinn in ihnen sehen.

Idealerweise wirkt das Zielbild wie ein Magnet und zieht Sie magisch an – dann gibt es einen „Pulleffekt“. Denken Sie in Annäherungszielen die Ihnen Kraft und Orientierung geben, nicht in Vermeidungszielen. Je konkreter Sie Ihre Ziele beschreiben können desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Weg finden, diese auch zu erreichen. Malen Sie es sich aus, stellen Sie es sich vor Ihrem geistigen Auge vor. Bringen Sie Ihre Gedanken zu Papier. Erstellen Sie eine Collage und hängen diese auf.

„Theatermetapher“: Inszenieren Sie Ihre Zukunft
Bringen Sie Ihr Stück auf die Bühne: Wie lautet der Titel, welche Schauspieler stehen auf der Bühne? Wie sieht das Bühnenbild aus? Was für ein Stück wird gespielt, welches Genre, welches Thema? Und, welche Rolle nehmen Sie dabei ein, stehen Sie auf der Bühne oder am Rande? Wie reagiert das Publikum, wie lauten nachher die Kritiken in der Presse?
Anhand der metaphorischen Beschreibung bekommen schwierige Entscheidungen etwas Spielerisches und Vorstellungswelten etwas Reales. Durch die Verfremdung fällt es leichter freier zu denken und Regisseur in eigener Sache zu werden. Wie machen Sie einen Premierenerfolg daraus?

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2. DARE

Wie nun „dahin“ kommen? Was machen, wenn der Mut oder die genaue Vorstellung zur Umsetzung (noch) fehlt? Was wir kennen ist uns vertraut und gibt uns das Gefühl von Sicherheit. Etwas anders zu machen oder etwas Neues zu wagen fühlt sich erst einmal unsicher an. Das Neue ist unbekannt, es gilt Gewohnheiten und Muster zu durchbrechen. Das gehört zum Prozess und erfordert ein hohes Maß an Bewusstheit. 


Das Motto lautet in dieser Wagnisphase: Veränderung beginnt mit kleinen Schritten! Neue Gewohnheiten lassen sich einfacher aufbauen, neue Wege eher gehen, wenn sie überschaubar sind. Mit kontrolliertem Mut. In Etappen (kleine) Veränderung angehen. Gehen Sie Schritt für Schritt: mit jedem Schritt sammeln Sie neue Erfahrungen und Erkenntnisse.

Es geht darum, das Neue, die Idee auszuprobieren, zu verproben. Sich außerhalb seiner täglichen Routine zu bewegen ohne Bisheriges komplett aufzugeben. Frei nach dem Motto: manchmal hilft auch einfach Loslegen und Tun, um in Bewegung zu kommen. Den Anfang zu machen und Dinge zu testen, etwas wachsen zu lassen – bevor man alles auf eine Karte setzt. Jeder fängt mal (klein) an. Übung gehört dazu. Experimentieren Sie. Übernehmen Sie Projekte, die Sie parallel zum Bisherigen realisieren können. Gehen Sie auf Fortbildungen, die Ihre Kompetenzen ergänzen. Suchen Sie nach Netzwerken um Kontakte aufzubauen.

In dieser ersten Phase der Umsetzung geht es darum zu wagen und zu überprüfen. Quasi einen Realitätscheck durchzuführen. Und es ist eine Phase der Selbstverstärkung, idealerweise erster positiver Rückkoppelung.
Ein unterstützendes Gedankenspiel hierbei könnte folgende Übung sein:

„Back into the future“: Morgen ist heute
Stellen Sie sich vor, Sie schauen in 10 Jahren zurück. Wie haben Sie es damals geschafft das Problem zu lösen? Was hat Ihnen dabei geholfen? 
Sie springen gedanklich in die Zukunft. In dieser Position ist das Problem von heute bereits gelöst. Nun schauen Sie zurück und erzählen wie die Problemlösung damals (also heute) gelungen ist. 

Durch die zeitliche Distanzierung stehen Sie in einer Metaposition zu Ihrer Herausforderung – quasi eine „Adlerperspektive“ – und können somit von „außen“ Ihre Lösung entwickeln. Quasi als Berater in eigener Sache.

Um verschiedene Möglichkeiten zu sortieren hilft ein Brainstorming und Mind Mapping. Ideen sammeln, in Blöcken strukturieren und bewerten. Denken Sie mutig, denken Sie neu. Mit gewohnten Ansätzen wird das Neue schwer erreichbar sein. Unbedingt sollten Sie auf Ihren Stärken aufbauen und diese einbringen, sich Ihrer Ressourcen bewusst sein. Und, holen Sie sich Rat und Unterstützung von außen, damit Sie nicht alleine da stehen wenn Sie auf dem Weg der Mut einmal verlassen sollte.

3. DO

Wenn der Zeitpunkt reif ist können Sie den großen Schritt, den „Sprung“, wagen. Sie bauen dann auf Erreichtem auf, können dies weiter ausgestalten und ausbauen. Klingt einfach und fast linear. Das wird es wahrscheinlich nicht sein, Sie ahnen es schon.
Sie werden Zeit und Geduld benötigen. Und eine Portion Glück. Auch müssen Sie mit Rückschritten rechnen. Bleiben Sie sich selber gegenüber, wenn Dinge nicht auf Anhieb klappen oder nicht so wie Sie es sich vorgestellt haben. Lernen Sie aus Ihren Fehlern und passen an, wenn was nicht gut geklappt hat.


Setzen Sie sich Ankerpunkte, etwas, dass Sie wieder erinnert und positiv ausrichtet. Entwickeln Sie ein Motto für Ihr Vorhaben, etwas Visuelles (z.B ein Bild als Screensaver oder Schlüsselanhänger) oder verändern das Password Ihres Computers. Treffen Sie Verabredungen mit sich selbst in denen Sie bewusst innehalten und den Fortschritt würdigen, bzw. Ihren Plan sowie den Stand der Dinge kritisch überprüfen.

Verstand und Planung sind für den Erfolg genauso entscheidend wie die Begeisterung für die Idee, den Mut sie anzugehen und den Glauben an sich selber. Das Zusammenspiel aus Herz, Hirn und Hand macht den Unterschied.


Machen Sie sich auf den Weg: Entdecken Sie, erfahren Sie, erleben Sie.
Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. (Lao Tse)

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