Digital geht uns alle an – Organisationen im digitalen Zeitalter

Unbenannt

Im Artikel The Organization in the Digital Age – 10 Key Findings werden folgende Ergebnisse einer weltweiten Studie zusammengefasst, die insgesamt einen positiven Tenor haben und einzelne Herausforderungen betonen:

  • Digital Humanizes and Energizes Organizations by Making Work Personal
  • Excellence in Customer Satisfaction Correlates to Strong Digital Workplaces
  • Digital Workplace Maturity Significantly Higher in Organizations With Culture of Trust
  • Finding People “Who Know” Is Winning Over Finding “The Information I Need”
  • Mobile Services in 2014 Did Not Achieve Predictions Based on 2013 Data
  • Few Organizations Have Chief Digital Officers in Fullest Sense: C-Level and Broad Internal-External Scope
  • Community Management Becoming Embedded in Other Roles
  • Top Change Driver: Sense of “Why”
  • Overall Results from Digital Workplace Scorecard Show Good Progress Between 2013 and 2014
  • Most Challenges Linked to Mindset of People and Organizations

Heißt im Klartext auch: wer die Menschen nicht mitnimmt und befähigt und primär die Tools in den Vordergrund rückt wird keine Transformation – auch keine digitale – bewältigen. Keine neue Erkenntnis, gilt auch auf der digitalen Reise.

Alles beginnt „ganz oben“, so der Artikel How to navigate a Digital Transformation:

Organizational transformation must begin with a leadership transformation. So make sure your board, CEO, and the rest of the leadership team is fully supportive and ready to prioritize differently and change the asset mix. If not, your transformation is sure to stall out. We have seen many transformations, not just of the digital variety, fail due to infighting or lack of commitment. Digital transformations, however, face even more risks because they require brand new skill sets and mindsets.

Die Anforderung in Richtung der gesamten Organisation und Belegschaft muss nach Holger Schmidt: Digitale Mitarbeiter sind entscheidendes Erfolgskriterium für Unternehmen – mit Referenz auf eine McKinsey Studie – lauten:

Die Führungskräfte sollten mit der alten Gewohnheit aufhören, die „digitalen Talente“ in eigenen Abteilungen auszulagern. Unternehmen sollten alle Mitarbeiter digitalisieren, um die Produktivitätspotenziale auszuschöpfen und die dringend notwendige Innovation anzuregen, lautet der Rat.

Es liegt auf der Hand, daß die Digitale Transformation weder die Sache einzelner weniger Führungskräfte noch ausgewählter Spezialisten ist bzw. bleiben kann, sondern die gesamte Organisation betrifft bzw. betreffen muß.

Sonst könnte sich die  „digital disruption“ auf die Belegschaft laut Accenture Studie Digital Disruption: Embrace the future of work and your people will embrache it with you zur Achillesferse der digitalen Transformation entwickeln. Siehe hierzu auch den Blog Rewiring of the digital workforce.

Tatsache ist aber, dass dies in Organisationen noch nicht ausreichend umgesetzt wird. Im Artikel Unternehmen vernachlässigen Digitalisierung des Personals heißt es:

Nicht nur die voranschreitende digitale Transformation, sondern auch wechselnde Kundenerwartungen fordern „Digital Business Agility“ (DBA), heißt es in der Studie. Darunter verstehen die Studienautoren die Flexibilität einer Organisation, auf digitale Gefahren und Chancen zu reagieren. Das Personal ist dabei eine kritische Komponente der DBA.

Die aktuelle Umfrage unter 941 Führungskräften hat ergeben, dass weniger als 10 Prozent der Befragten das eigene Personalmanagement in den drei grundlegenden Kompetenzen für DBA als exzellent bewerten.

Bei den Kompetenzen für „Digital Business Agility“ handelt es sich um:

  • Hyperawareness: Mit neuen Technologien und Möglichkeiten ausgestattet, werden einzigartige Mitarbeiter-Insights in neue Geschäftsprozesse integriert.
  • Informed Decision Making: Jeder informierte Mitarbeiter kann zur Stimme des Unternehmens werden – Erfolgreiche Innovationen entstehen durch die Einbindung verschiedener Perspektiven, Skills und Know-how in die Geschäftsprozesse.
  • Fast Execution: Sicherstellen, dass qualifiziertes Personal mit erforderlichen Skills, Erfahrungen und Perspektiven ausgestattet werden um Entscheidungen entsprechend umzusetzen.

Nach Bernard von Mutius im Artikel Disruptive Thinking braucht es für die notwendige „schöpferische Zerstörung“ eine andere, Disruptive Denke:

Denn die gegenwärtige Transformation ist nicht nur eine technologische, digitale. Sie ist auch eine soziale und kulturelle und verändert massiv unser Denken und Verhalten. Sie ist tatsächlich eine Revolution. Ich nenne sie die „Kreative Revolution“…

Die digitalen Technologien – die gerade erst am Anfang ihrer Entwicklung stehen – sind nur die Bedingung der Möglichkeit. Um sie zu entfalten, brauchen wir menschliche Kreativität, Schöpferkraft – in einem bisher nicht geahnten Ausmaß. Überall, in der Umwelt, für die Nachhaltigkeit, in Schule, Ausbildung, Unternehmen, Politik.

Disruptive Thinking ist die Kunst und Disziplin für diese Revolution. Es ist die Kunst und Disziplin, mit tiefgreifenden Brüchen und Widersprüchen souverän, kreativ und produktiv umzugehen.

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