Der Zweck heiligt manche Mittel – Werbung in eigener Sachen

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Die Zeiten von „post & pray“ sind vorbei. Selbst wenn Stellenanzeigen bzw. Jobbörsen weiterhin laufen und sich insgesamt (noch) grosser Beliebtheit erfreuen.

Insgesamt entwickelt sich das Recruiting in Richtung eines „candidate driven market„, eines Bewerbermarktes. Treiber hier sind u.a. in einigen Bereichen der Fachkräfteengpass, der demographische Wandel sowie die Digitalisierung.

Und das zwingt zunehmend dazu, neue Wege zu gehen. So auch der Artikel „Der Kampf um gute Leute“ in der aktuellen FAZ Woche vom 22.12.2017:

Nämlich im Sinne einer „reverse application„: wo sich Arbeitgeber bei Arbeitnehmern bewerben. Heutige Kandidaten wollen umworben werden. „Werbung in eigener Sache“ – aus Arbeitgebersicht.

Und dies je nach (zunehmend jüngerer „digital natives“) Zielgruppe mobil, social (media) und active (zunehmend auch mit Hilfe von sourcing software).

Insgesamt geht es um eine nahtlose „candidate experience„. Vom Erstkontakt bis zum Start. Es muss eine Beziehung aufgebaut werden.

Wesentliche Voraussetzung ist eine attraktive employer brand. Transparent und reell nach draußen transportiert über Mitarbeiter referrals, Plattformen wie Glassdoor oder Kununu oder via VR als live Situation bzw Simulation.

D.h. die Bilder des Unternehmens drinnen und draußen müssen stimmig und glaubwürdig sein sowie relevant und attraktiv. Hier spielt „workplace diversityeine wesentliche Rolle.

Insgesamt finden auch massive Shifts im Recruiting Tech statt, die das Recruiting der Zukunft bereits heute prägen und neue Möglichkeiten eröffnen, buzzwords wie: AI, VR, chat bots, mobile, videos etc..

Außergewöhnliche Bedürfnisse erfordern manchmal außergewöhnliche Maßnahmen. Es geht darum Aufmerksamkeit zu erzeugen. Und so greift der ein oder andere Arbeitgeber zu ausgefallenen Formaten. Der Zweck heiligt so manche Mittel. Insgesamt muss es natürlich stimmig zum Arbeitgeber bzw. zur Unternehmenskultur bleiben.

Siehe auch mein Kommentar in der aktuellen FAZ Woche vom 22.12.2017:

„Je nach Marktsituation ist es so, dass sich viele Arbeitgeber mittlerweile bei den Arbeitnehmern richtiggehend bewerben müssen“, sagt Felicitas von Kyaw. […] Dieser „Bewerbermarkt“ macht Personalabteilungen kreativ […]: „Der Zweck heiligt manche Mittel“, sagt sie. „Solange die (ggf. schrillen) Aktionen zur Zielgruppe bzw. zur Unternehmenskultur passen, ist es einfach nötig geworden, dass man als Unternehmen deutlich mehr tut als zu warten, bis Antworten auf Stellenanzeigen eintrudeln.“

Zum weiteren Lesen:

Reverse application – neue Wege gefragt

Bewerbungsgespräch ist wie ein Rendezvous (WiWo)

Der Kampf um gute Leute (FAZ Woche 22.12.2017)

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