Let the journey beginn – Customer experience of HR (CxHR)


Sich verändernde Arbeitswelten, die Notwendigkeit zur raschen Anpassung und die Digitalisierung sind spürbare Unternehmensrealität. Den Dialog über neue, andere Anforderungen an Führung, sowie an Strukturen, Arbeitsweisen, Kultur und Kompetenzen im Unternehmen zu moderieren ist zentrale Aufgabe des Personalbereichs. Weiterlesen „Let the journey beginn – Customer experience of HR (CxHR)“

Kompetenzwende – skills of tomorrow 

tyler-lastovich-272588Die sich verändernde Arbeits- und Organisationswelt bringt deutliche Veränderungen auch auf der Ebene der Fähigkeiten mit sich. Im Artikel What does the future of jobs look like? heißt es:

The jobs we have today won’t be the ones that we have tomorrow. Neither will the skills. 

Übergeordnet kann man von einer hilfreichen und wünschenswerten „VUCA Toleranz“ reden: das Aushalten von und Umgehen mit den sich aus VUCA (Volatilty, Uncertainty, Complexity, Ambiguity) ergebenden Spannungsfeldern und Anforderungen. Aber, was ist konkret zukünftig angesagt?

Weiterlesen „Kompetenzwende – skills of tomorrow „

Agile – sind wir nicht alle ein bißchen WAGILE 



Anlässlich der Vorstellung des neuen BPM Präsidiums auf der „Nacht der Personaler“ im Rahmen des Personalmanagementkongresses #pmk2017 gab es u.a. folgende Frage an mich als neues Mitglied im Präsidium: Frau von Kyaw, der Themenkomplex Change Management liegt Ihnen besonders am Herzen – was bewegt die Szene in diesem Jahr in diesem Bereich am meisten, was gibt es da an Vorstößen und Ideen?

Sinngemäße Antwort:

Wir wissen, Change ist nicht mehr die Ausnahmeerscheinung, sondern ein Dauerzustand geworden. In diesem Kontext würde ich ein mega Thema hervorheben wollen: die Veränderungs- und Anpassungsfähigkeit von Unternehmen in VUCA Zeiten. Stichwort u.a. ‚agile Organisation‘ bzw. Agilität. Agil hat viele Facetten, ist mehr als die bloße Einführung einer Methode oder Technik. Es geht insbesondere um eine neue Haltung, ein „agiles mindset“. Das bedeutet ein Umdenken und neues Handeln. Vereinfacht und verkürzt geht es um Kundenzentrierung und einen shift von langen Vorbereitungs- und Planungszyklenoder hierarchischen Entscheidungsstrukturen hin zu iterativem Vorgehen, Teamarbeit und der Verlagerung von Entscheidungen dorthin wo das Wissen ist, beta Versionen, Pilotansätzen usw..


Hier nun nochmal etwas ausführlicher:

Warum „agile“?

Im Artikel Agiles Management als Führungs- und Organisationsprinzip liest sich über die Gründe:

Als Gründe, die von außen wirken, werden der dynamische und veränderte Markt, aber auch die steigende Schnelligkeit in der Produktentwicklung und die fortschreitende Digitalisierung genannt.

Gründe, die von innen wirken …, werden zum einen in der steigenden Komplexität von Projekten und zum anderen in veränderten Ansprüchen der Mitarbeitenden … gesehen. …, die Motivation der Mitarbeitenden zu steigern und Raum für Innovationen zu schaffen –…

Unsere Welt dreht sich und wird (zunehmend) VUCA. Diese veränderte Welt wird eine Veränderung der Organisation, der Arbeitsweisen als auch der Organisationskultur bedingen:

The “new organization,” as we call it, is built around highly empowered teams, driven by a new model of management, and led by a breed of younger, more globally diverse leaders.(in: Deloitte Studie Global Human Capital Trends 2016)

Was ist „agile“?

Was ist eine agile Organisation? Agilität wird häufig als die höchste Form der Anpassungsfähigkeit umschrieben. Insgesamt bleibt die Definition des Begriffs „Agilität“ eher schwammig. Es gibt keine einheitliche Definition – wohl aber einige Gemeinsamkeiten die immer wieder betont werden – so auch der Artikel 5 Säulen für das Agile Unternehmen mit den folgenden 5 Merkmalen:

  • Teams
  • Selbstbestimmung, Selbstverwaltung & Verantwortung
  • Ultraflache Hierarchien
  • Servant Leadership
  • „Liquide“ Prozesse

Nach HR Pioneers besteht Agilität im Kern aus sechs Dimensionen (Pioneers Trafo-ModellTM), siehe auch den blog Agiles Arbeiten – Agiles Verändern:

  • Das agile Zielbild
  • Kundenorientierte Organisationsstruktur
  • Iterative Prozesslandschaften
  • Mitarbeiterzentriertes Führungsverständnis
  • Agile Personal- und Führungsinstrumente
  • Die agile Unternehmenskultur

Laut Was ist Agilität und welche Vorteile bringt eine agile Organisation? werden in der Praxis unter Agilität vier zentrale Aspekte verstanden:

  • Geschwindigkeit
  • Anpassungsfähigkeit
  • Kundenzentriertheit und
  • Haltung

Im Artikel Agiles Management als Führungs- und Organisationsprinzip bzw. in Anlehung an Ausführungen von HR Pioneers wird hier der zentrale Aspekt der Kundenorientierung (und Mitarbeiterorienterung) betont:

Für die Entscheidungsfindung in Organisationen bedeutet agiles Management, dass Entscheidungen dort getroffen werden, „wo das Wissen und nicht die disziplinarische Macht sitzt.“ … Prozesse werden aus Kundensicht gedacht. „Agile Organisationen haben zudem verstanden, dass radikale Kundenorientierung einhergeht mit radikaler Mitarbeiterorientierung“,  …

Wie geht „agile“?

Siehe hierzu beispielsweise die Capgemini Consulting Publikation „Agile Organizations“, Kapitel 5 ‚How to become an agile organization‘.

In dem Artikel Embracing Agile werden 6 wesentliche Hebel genannt, um das agile Potenzial für die Organisation zu heben:

From our work advising and studying such companies, we have discerned six crucial practices that leaders should adopt if they want to capitalize on agile’s potential.

  1. Learn How Agile Really Works
  2. Understand Where Agile Does or Does Not Work
  3. Start Small and Let the Word Spread
  4. Allow “Master” Teams to Customize Their Practices
  5. Practice Agile at the Top
  6. Destroy the Barriers to Agile Behaviors

Es ist eine Reise. Es geht um gelebte Erfahrung. Transition braucht Geduld, ggf Fehler, ausprobieren und experimentieren.

Sind wir nicht alle ein bisschen „WAGILE“?

WAGILE ist eine Wortschöpfung aus „agile“ und „waterfall“ (= konventionelles Projektmanagements, häufig als „Wasserfall“ bezeichnet). Sie steht somit synonym dafür, dass man im schlimmsten Falle zwischen den Welten stecken bleibt. Nämlich dann, wenn man agile nur als Methode einführt, es aber im Verhalten nicht lebt.

(Angemerkt sei, dass es Bereiche oder Themenstellungen gibt für die der konventionelle „Wasserfall“-Ansatz durchaus weiter sinnvoll bleiben kann. Und – mindestens in Übergangsphasen – ist damit zu rechnen, dass das Neue noch nicht vollständig aufgenommen wurde und alte Verhaltensmuster sich an der einen oder anderen Stelle beharrlich aufrecht erhalten).

(Truely) „agile“ zu sein ist ein langer Weg – zumindest für die Organisationen die nicht „greenfield“ starten, sondern ihre Historie mitbringen. Denn, den wesentlichen Unterschied macht was nicht durch die Einführung einer bloßen Technik oder Methode zu verändern ist: die Haltung.

So auch der Artikel Agiles Management als Führungs- und Organisationsprinzip:

In der Praxis besteht ein gemeinsamer Kern des Verständnisses von Agilität. Verbunden werden damit insbesondere Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit. … Gerade Unternehmen, die sich schon länger mit Agilität beschäftigen, gehen über Methoden hinaus und rücken eine agile Haltung in den Vordergrund.

Und, wie Andrea Tomasini from agile42 im Artikel Growing agile…Not scaling! schreibt:

First of all, think at agility as a means towards a goal and not the goal itself.

Es ist eine Entwicklungsreise die man erfahren und erleben muss, eine Art zu sein die nie wirklich zu einem Ende kommt – und somit kein Reiseziel im Sinne eines „Ankommens“ beinhaltet. Agil ist etwas das wachsen muss (Organismus), nicht skaliert werden kann (Maschine). Die bloße Implementierung eines Modells oder einer Methode funktioniert nicht; man muss experimentieren und anwenden. Und die entsprechende Haltung entwickeln.

Denn, so der Artikel You will not become agile by implementing scrum:

Scrum is a method, agile is a mindset.

Im Sinne von „agile is a mindest“ sind einige Prinzipien einer agilen (Arbeits-) Welt und Kultur besonders zu hervorzuheben:

  • Culture: trust & freedom, learn faster, iterative & incremental, experiment
  • Cooperation: self-steered, collaboration & co-creation, cross-functional
  • Competences: decision making at lowest possible level closest to expertise, ownership based on defined roles
  • Leadership: guiding teams by vision & goals, solving impediments

If u like: follow my blog, sign up to the right. Or share with friends. Also, any comments appreciated.

Become a gardener – leadership in an exponential world 


In an exponential world you have to let go of control. In terms of leadership you need to focus on setting framework conditions:

  • Providing purpose, culture, values and legal boundaries
  • Holding people fully accountable as intrapreneurs
  • Recruiting on (future) meta skills such as passion or potential  

Weiterlesen „Become a gardener – leadership in an exponential world „

Reverse application – neue Wege gefragt


Über den Dächern Berlins gab es im Rahmen einer Panel Diskussion einen „tour d’horizon“ zum Thema Fachkräftemangel: Fakt oder Fiktion in der Key Note von Prof. Dr. Martin Klaffke (Direktor des Hamburg Institute of Change Management und Professor für Personalmanagement).

„Stellenzeigen sind out, mobil ist in, das Ganze bitte auf Augenhöhe!“ Weiterlesen „Reverse application – neue Wege gefragt“