Digital HR – Agiles Arbeiten

Den vollständigen Artikel finden Sie im Buch “Digital HR: Smarte und agile Systeme, Prozesse und Strukturen im Personalmanagement” Erschienen im März 2018 Verlag: Haufe Lexware

Das Buch Digital HR: Smarte und agile Systeme, Prozesse und Strukturen im Personalmanagement” geht der Frage nach:

Was bedeutet die Digitalisierung für das Personalmanagement und wie kann der Wandel sinnvoll gestaltet werden? Weiterlesen „Digital HR – Agiles Arbeiten“

Agile organisation – Handelsblatt Change Congress #ChangeC 


Handelsblatt Change Congress #ChangeC, Berlin 

Auf dem Handelsblatt Change Congress gab es im Rahmen der Fishbowl Session Sind wir nicht alle ein bisschen WAGILE? Mythen, Stolpersteine und Erfolgsfaktoren des agilen Arbeitens sinngemäß folgende Fragen:

1. Welche Schwierigkeiten gibt es bei der Einführung agilen Arbeitens? – Mythen und Stolpersteine


Agile ist mehr als die bloße Einführung eines Modells oder einer Methode wie Scrum.

WAGILE ist eine Wortschöpfung aus „agile“ und „waterfall“ (= konventionelles Projektmanagements, häufig als „Wasserfall“ bezeichnet). Sie steht synonym dafür, dass man im schlimmsten Falle „zwischen den Welten“ stecken bleibt.

Nämlich dann, wenn man „agile“ nur als Methode einführt, es aber im Verhalten nicht lebt. 

„Agile ways of working“ ist eine Entwicklungsreise die man erfährt und erlebt, eine Art zu sein die nie wirklich zu einem Ende kommt – und somit kein Reiseziel im Sinne eines „Ankommens“ beinhaltet.

Agil ist etwas das wachsen muss (Organismus), nicht skaliert werden kann (Maschine). Die bloße Implementierung eines Modells oder einer Methode funktioniert nicht; man muss experimentieren und anwenden. Und die entsprechende Haltung entwickeln.

Es geht um gelebte Erfahrung. Transition braucht Geduld, ggf Fehler, ausprobieren und experimentieren.

(Truely) „agile“ zu sein ist ein langer Weg – zumindest für die Organisationen die nicht „greenfield“ starten, sondern ihre Historie mitbringen. Denn, den wesentlichen Unterschied macht was nicht durch die Einführung einer bloßen Technik oder Methode zu verändern ist: die Haltung. 

2. Wie können diese Schwierigkeiten überwunden werden? – Erfolgsfaktoren zur nachhaltigen Etablierung agilen Arbeitens (von wagile zu agile)

Agil heißt iterativ und inkrementell. D.h. nicht alles von Anfang an richtig und fertig haben. Es bedeutet „steg för steg“ (schwedisch für „Schritt für Schritt“) – es braucht Mut, die ersten Schritte zu setzen sowie Offenheit für Neues auf einer unendlichen (Entdeckungs-) Reise. Damit ist auch der Weg das Ziel.

Umfangreiches Umdenken und Neumachen sowie ein ganzheitlicher, allumfassender Ansatz sind gefragt.

Im Sinne von „agile as a mindest“ sind einige Prinzipien einer agilen (Arbeits-) Welt und Kultur besonders zu hervorzuheben:

  • Culture: trust & freedom, learn faster, iterative & incremental, experiment
  • Cooperation: self-steered, collaboration & co-creation, cross-functional
  • Competences: decision making at lowest possible level closest to expertise, ownership based on defined roles
  • Leadership: guiding teams by vision & goals, solving impediments

Selbststeuerungskräfte sind zu aktivieren, Netzwerke zu mobilisieren und Eigenverantwortung zu stärken. Agile Kompetenzen wie „fast failure“, beta-Versionen und in ständiger Optimierung angelegte iterative Ansätze gewinnen an Bedeutung.

Im Artikel Embracing Agile werden 6 wesentliche Hebel genannt, um das agile Potenzial für die Organisation zu heben:

From our work advising and studying such companies, we have discerned six crucial practices that leaders should adopt if they want to capitalize on agile’s potential.

1. Learn How Agile Really Works

2. Understand Where Agile Does or Does Not Work

3. Start Small and Let the Word Spread

4. Allow “Master” Teams to Customize Their Practices

5. Practice Agile at the Top

6. Destroy the Barriers to Agile Behaviors

Mehr zum Nachlesen u.a. in Agile – sind wir nicht alle ein bißchen WAGILE bzw. in der Kategorie Agile des blogs.

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Agility and talent – a new codex needed

Innovationen, Flexibilität und Schnelligkeit, sprich Agilität, sind heutzutage in einem dynamischen, kompetitiven Umfeld Voraussetzungen für langfristigen Erfolg. Der wichtigste Einflussfaktor für organisationale Agilität sind nicht die neuesten Technologien, sondern es sind die Menschen, die für das Unternehmen tätig sind. Das richtige Management von Talenten kann somit zur Agilität eines Unternehmens beitragen. 

Doch welche Bedeutung hat Agilität aktuell in Unternehmen? Kann sie als Allheilmittel wirken? Welchen Beitrag leisten die Talent Management Maßnahmen eines Unternehmens zur Agilität?

Panelteilnehmer:

  • Felicitas von Kyaw, Vice President HR (Business Area Customers & Solutions), Vattenfall Group
  • Carina Muskolus, Vice President Organization & HR Center for Strategic Projects, Deutsche Telekom  
  • Dr. Alexander Schmid-Lossberg, Head of Corporate Human Resources, Axel Springer SE


Felicitas von Kyaw: 

“Talent Management wird zur Aufgabe eines jeden – in sich verändernden (Arbeits-) Welten sind Eigenverantwortung und Talent Management in eigener Sache gefragt.“



Zum weiteren Nachlesen:

Für mehr Hintergründe siehe Blog agile@talent – talent@agile

Agile@talent – talent@agile 

Agile & Talent Management 

In dem Maße wie sich die Welt verändert – VUCA – tritt die Planbarkeit oder Linearität von Entwicklungen in den Hintergrund.

Agilität wird häufig als die höchste Form der Anpassungsfähigkeit beschrieben.

In dieser neuen Welt – in der Agilität der Versuch einer Antwort oder besser Haltung ist – spielen andere, neue HR Prozesse und Intrumente eine Rolle. Auch Talent Management muss sich der neuen Arbeitswelt und ihren Gegebenheiten anpassen.

Auslöser & Trends im Talent Management

Wie im blog Talents in a changing world @Change Congress Handelsblatt beschrieben sind Wirkkräfte und Veränderungen in verschiedenen Dimensionen zu beobachten:

  • im Arbeitsmarkt (global, digital),
  • der Arbeitswelt und ihrer –bedingungen (flexibel) wie vor allem
  • der Arbeitsorganisation (flach, agil), genauso wie in
  • den Erwartungen an Arbeit und Karriere (purpose)

Daraus ergeben sich 2 wesentliche Trends für das Talent Management:

  1. Demokratisierung
  2. Dezentralisierung
  • Demokratisierung: “Talent Management gehört uns allen” – Weniger Statusdenke und Ausrichten auf einige, wenige im “war for (top) talents” hin zu einem breiter angelegten, fluiden Verständnis im “game for talents“.
  • Dezentralisierung: “Talent Management wird zur Aufgabe eines jeden” – Talent Manager in eigener Sache werden – „Design your own development“  lautet das Motto. Und das kontinuierlich, lebenslang, täglich, dauernd und: eigenverantwortlich, selbständig bzw. selbstorganisiert.

Nach Accenture:

So zeichnet sich im Personalmanagement ab, dass die zunehmendeDigitalisierung zu einer Dezentralisierung des Talent Managements führt. Die Entwicklung von Potenzialen der Mitarbeiter mit Blick auf die strategischen Unternehmensziele – bisher eine zentral und getrennt gesteuerte Aufgabe der HR – wird zunehmend in die alltäglichen Unternehmensabläufe eingebettet. Hieraus ergibt sich für die gesamte Personalfunktion ein fundamentaler Wandel….

Talent Management wird zur täglichen Aufgabe jedes Mitarbeiters.

Die Verantwortung für Information und Entscheidung über die eigene Entwicklung wird auf die Mitarbeiter übertragen.

Der wesentliche Umbruch im Talent Management ist, dass nicht mehr das „Management“ einiger, weniger vielmehr das „Development“ und „Enabling“ von vielen an Bedeutung gewinnt: den stattfindenden Kompetenz-„shift“ und die neuen Anforderungen im Rahmen sich verändernder Arbeitswelten und -aufgaben zu begleiten – für und gemeinsam mit den Talenten.

Konsequenzen im Talent Management

Flexibilität, neue Karrieremodelle, veränderte und sich verändernde Anforderungen durch neue Rollen und die Notwendigkeit zu lebenslangem Lernen stehen im Vordergrund der neuen Arbeitswelt. Tatsächliche Stärken und Potenziale gewinnen weiter an Bedeutung.
Durch „self service“ Angebote Möglichkeitenzu schaffen und den Mitarbeitern Wege im Sinne eines TalentEnablings aufzuzeigen ist Aufgabe von HR bzw. der Führungskraft.

  • HR schafft dabei den Rahmen, den Raum, die Angebote oder die Gelegenheiten – die Talente sind im Sinne eines lebenslangen Lernens gefordert, ihr Lernen eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und zu treiben.
  • Die Führungskraft wird zum Karrierecoach und Entwicklungsberater des Mitarbeiters – fördert deren Selbstverantwortung und unterstützt ihre Entwicklung.

Konkret:

  • Angebote wie z.B. Standortbestimmung, Peercoaching und Mentoring helfen, den Mitarbeiter in der Selbstorganisation seiner Entwicklung(-splanung) zu stärken.
  • (DigitaleAngebote im Sinne von e-learnings oder kürzeren Sequenzen, die sich „leichtfüßiger“ in den Arbeitsalltag einfügen und „zwischendurch “ verdaubar sind.
  • Formate wie Bar Camps, communities of practice, job rotation oder Impulsvorträge oder networking lunch die Austausch, Einblick und Vernetzung fördern.
  • Spaß an der (Weiter-) Entwicklung zu ermöglichen durch den Einbau von „gamification“ Elementen.

Analog der Marktentwicklungen – wo die Kunden zunehmend an der Erstellung, Entwicklung der Individualisierung (s)eines Produktes mitwirken – werden die Talente zum „Prosumer“ ihrer eigenen (Weiter-) Entwicklung. D.h. nicht Konsument, sondern (Mit-) Produzent der eigenen Entwicklung zu sein. Selbstverantwortung und -organisation stehen zunehmend im Vordergrund.

Stichwort ist hier dann „employee-driven“ (vs. HR-driven), d.h. selbst-gesteuerte Entwicklung und zunehmende Individualisierung der Ansätze und Möglichkeiten, so auch der Artikel 8 talent management trends for 2018.

Agiles Talent Management

Im Artikel Why its imperative to have an agile Talent Management liest sich:

Large corporations that were traditionally seen as the talent market’s most desired place to work at are now having a hard time competing because they aren’t agile enough with their talent management approach and strategies. … The present exponentially growing times demands HR to move faster than ever before and adapt to the business’s dynamic pace and agility. Far more significant is the need to have agility in talent management strategies to keep up with the speed of changes experienced by the talent market.

Und weiter:

The days of traditional, fixed HR strategies and budgets are fast becoming ineffective and irrelevant. Agile talent management approaches require strategies to constantly and rapidly shift in order to better address changing needs of the talent market. …. Along with this your agile talent management strategy should be scalable and flexible to handle higher or lower volumes of work. Your cost structure and talent pool should be able to shift up or down to meet the expectations and needs of the “new normal” work levels.

Und wie?:

  1. Consider all Growth Scenarios: slow/no-growth, rapid and retrenchment/cost-cutting.
  2. Be Flexible Within: capability and flexibility to be applied differently within the company
  3. Reduce Bureaucracy: be nimble, flexible and fastbe nimble, flexible and fast
  4. Build Capacity: considers the strengths of the current talent pool and designs ways of best exploiting their capabilities and skills
  5. Identify Metrics: define key agility indicators and metrics that can help you monitor your progress
  6. Build Capabilities: bring on board the relevant stakeholders and functions who will execute

Für das Talent Management bedeutet dies nach dem Whitepaper HR 2030 – Karrierebegleiter und Kulturentwickler u.a.:

Unternehmen entwickeln ihr Talentmanagement weiter: Sie stellen mehr und mehr die tatsächlichen Stärken und Potenziale der Mitarbeiter in den Mittelpunkt, statt auf den Bedarf aus formal abgeleiteten Stellenbeschreibungen zu pochen. Damit dreht sich die „Wirkungskette“. Nicht mehr starre Anforderungen an eine Funktion, sondern das permanente Matchen von Talenten und flüssigen, flexiblen Rollenanforderungen stehen für HR künftig im Vordergrund.

Im Artikel Agiles Talent Management heißt es:

Weiterhin bedeutet Entwicklungsorientierung auch das Talent Management in agilen Umgebungen weniger planbar und stärker iterativ ist. Der »Management«-Aspekt im Sinne von Steuerung tritt mehr in den Hintergrund und kann durch »Enabling« ersetzt werden. Talent Enabling beschreibt besser, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter in die Lage versetzen, ihre Potenziale freizusetzen und für die Organisation zur Verfügung stellen.

Starre Formate wie Karrierepfade haben hier wenig Platz. Nicht nur weil Karrierepfade in sich schnell drehenden Umgebungen mit fluiden Rollen wenig sinnvoll erscheinen, sondern vor allem weil agile Organisation von der Selbststeuerung und der intrinsischen Motivation der Mitarbeiter leben. Selbstorganisation heißt hier, Verantwortung für die Entwicklung an den Mitarbeiter zu geben ohne sich als Unternehmen und insbesondere als Führungskraft aus der Pflicht zu nehmen. Wenn Selbstorganisation im Sinne der Learning Agility heißt, dass Mitarbeiter Lernbedarfe identifizieren und durch Erfahrungslernen, Reflexion und Feedback ihre Fähigkeiten ausbauen, dann ist es Aufgabe der Führungskraft als Prozessbegleiter Impulse zu setzen, Feedback zu geben und aktiv Lernoptionen anzubieten. Und auch das Gesamtunternehmen braucht eine übergreifende Talentkultur, die jenseits von Rollenbeschreibungen und Organigrammen, Lernen, Ausprobieren (und damit auch Scheitern) und Reflexion des Mitarbeiters würdigt und fördert.

Laut Artikel Agiles Talent Management:

Talent Enabling beschreibt besser, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter in die Lage versetzen, ihre Potenziale freizusetzen und für die Organisation zur Verfügung stellen….

Talent Management in agilen Organisationen braucht also neue Begriffe, Haltungen und eine Kultur, die die nicht-lineare Entwicklung im Unternehmen aufgreift und integriert.

Im Artikel Agiles Talent Management wird weiter die Notwendigkeit neuerFormate und Interventionen betont, die dynamisch und nicht prozesshaft sind:

Anpassungsfähige und abrufbare Talentformate sind wichtiger als ein durchgängiger Talentprozess.… Mitarbeiter sind nun stärker selbstverantwortlich für ihre berufliche Entwicklung. …Der Mitarbeiter muss selbstständig das eigene Kompetenzprofil herausbilden sowie persönliche Motive und Werte ehrlich und detailliert benennen können, um daraus Karriereziele und Aktionspläne abzuleiten.

Diese Innensteuerung an den Tag zu legen verlangt ein Umdenken und neues Handeln. Angebote für Mitarbeiter zur Karriereplanung wie z.B. Standortbestimmung, Peercoaching, Jobhospitationen und Mentoring helfen hier, den Mitarbeiter in seiner Selbstorganisation zu stärken.

Agile Profile & People Development

Das Schlüsselwort heißt „T-shaped-Profil“.

Im Artikel Agile People: Wie Mitarbeiterentwicklung in einer Agilen Organisation funktioniert liest sich dazu:

T-Shaped People haben Fähigkeiten, die bildhaft dem Buchstaben „T“ entsprechen: Sie verfügen über ein sehr breites Wissen in vielen relevanten Feldern sowie Expertenwissen in einem bestimmten Bereich, in dem sie sich spezialisiert haben.

Und weiter, im Hinblick auf die Organisation und (verlagerte) Verantwortung in Richtung der Talente:

Traditionelle Unternehmensstrukturen kennen hierzu klassische Downstream-Lösungen: Eine Abteilung„Mitarbeiterentwicklung“, die dafür verantwortlich ist, dass Mitarbeiter Fähigkeiten entwickeln, die sie innerhalb eines definierten Karrierepfades benötigen. Obendrein ist oft auch die Führungskraft für die Entwicklung ihrer Mitarbeiter innerhalb des aktuellen Stellenprofils verantwortlich.

Zunächst einmal kommen jedem Mitarbeiter eines Agilen Unternehmens Führungsaufgaben zu – Stichwort Servant Leadership. Deswegen ist jeder für seine eigene Fortbildung verantwortlich – wie auch für die seiner Kollegen.

Agile Competences 

HR Pioneers hat ein agiles Kompetenzmodell mit 7 Kompetenzschwerpunkten entwickelt:

  • agile Methodenkompetenz
  • Veränderungskompetenz
  • Teamkompetenz
  • Kommunikationskompetenz
  • agile Führungskompetenz
  • Selbstführungskompetenz
  • Ergebniskompetenz
  • Unternehmerisch-integrative Denk- und Handlungskompetenz

Nach HR Pioneers heißt es konkret zur Veränderungskompetenz:

Agilität gilt gemeinhin als Antwort auf sich verändernde Rahmenbedingungen. Deshalb ist die Kompetenz, auf Veränderungen reagieren zu können und Veränderungen auch selbst mit- zugestalten, ebenfalls wichtig für die Arbeit im agilen Umfeld. 

Menschen mit einer ausgeprägten Veränderungskompetenz treiben Wandel aktiv voran und sind hierbei auch in der Lage, andere Menschen mitzuziehen. Sie verlassen ausgetretene Pfade und vermeintlich sicheres Gebiet, wenn sie eine Chance auf Verbesserung durch Veränderung wittern.

Agile Talent as a category of its own

Im HBR Artikel Era of agile talent lesen wir:

We’re really focused on a new generation of worker that is a freelancer on the one hand– so not connected to one single organization as a permanent employee – but at the same time, the work that this freelancer is doing – we call agile talent – is strategicwork as opposed to administrative or operational work or temporary work replacing a full-time permanent employee. It’s really a new category that we have yet to identify in law or in practice.

und weiter:

I do believe that in addition to that, we’re going to see organizations being created that are dependent entirely, rather than partially, on agile talent. Bringing together, … a variety of agile talents to create a product, to create an experience, to create an event.

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Agile – sind wir nicht alle ein bißchen WAGILE 



Anlässlich der Vorstellung des neuen BPM Präsidiums auf der „Nacht der Personaler“ im Rahmen des Personalmanagementkongresses #pmk2017 gab es u.a. folgende Frage an mich als neues Mitglied im Präsidium: Frau von Kyaw, der Themenkomplex Change Management liegt Ihnen besonders am Herzen – was bewegt die Szene in diesem Jahr in diesem Bereich am meisten, was gibt es da an Vorstößen und Ideen?

Sinngemäße Antwort:

Wir wissen, Change ist nicht mehr die Ausnahmeerscheinung, sondern ein Dauerzustand geworden. In diesem Kontext würde ich ein mega Thema hervorheben wollen: die Veränderungs- und Anpassungsfähigkeit von Unternehmen in VUCA Zeiten. Stichwort u.a. ‚agile Organisation‘ bzw. Agilität. Agil hat viele Facetten, ist mehr als die bloße Einführung einer Methode oder Technik. Es geht insbesondere um eine neue Haltung, ein „agiles mindset“. Das bedeutet ein Umdenken und neues Handeln. Vereinfacht und verkürzt geht es um Kundenzentrierung und einen shift von langen Vorbereitungs- und Planungszyklenoder hierarchischen Entscheidungsstrukturen hin zu iterativem Vorgehen, Teamarbeit und der Verlagerung von Entscheidungen dorthin wo das Wissen ist, beta Versionen, Pilotansätzen usw..


Hier nun nochmal etwas ausführlicher:

Warum „agile“?

Im Artikel Agiles Management als Führungs- und Organisationsprinzip liest sich über die Gründe:

Als Gründe, die von außen wirken, werden der dynamische und veränderte Markt, aber auch die steigende Schnelligkeit in der Produktentwicklung und die fortschreitende Digitalisierung genannt.

Gründe, die von innen wirken …, werden zum einen in der steigenden Komplexität von Projekten und zum anderen in veränderten Ansprüchen der Mitarbeitenden … gesehen. …, die Motivation der Mitarbeitenden zu steigern und Raum für Innovationen zu schaffen –…

Unsere Welt dreht sich und wird (zunehmend) VUCA. Diese veränderte Welt wird eine Veränderung der Organisation, der Arbeitsweisen als auch der Organisationskultur bedingen:

The “new organization,” as we call it, is built around highly empowered teams, driven by a new model of management, and led by a breed of younger, more globally diverse leaders.(in: Deloitte Studie Global Human Capital Trends 2016)

Was ist „agile“?

Was ist eine agile Organisation? Agilität wird häufig als die höchste Form der Anpassungsfähigkeit umschrieben. Insgesamt bleibt die Definition des Begriffs „Agilität“ eher schwammig. Es gibt keine einheitliche Definition – wohl aber einige Gemeinsamkeiten die immer wieder betont werden – so auch der Artikel 5 Säulen für das Agile Unternehmen mit den folgenden 5 Merkmalen:

  • Teams
  • Selbstbestimmung, Selbstverwaltung & Verantwortung
  • Ultraflache Hierarchien
  • Servant Leadership
  • „Liquide“ Prozesse

Nach HR Pioneers besteht Agilität im Kern aus sechs Dimensionen (Pioneers Trafo-ModellTM), siehe auch den blog Agiles Arbeiten – Agiles Verändern:

  • Das agile Zielbild
  • Kundenorientierte Organisationsstruktur
  • Iterative Prozesslandschaften
  • Mitarbeiterzentriertes Führungsverständnis
  • Agile Personal- und Führungsinstrumente
  • Die agile Unternehmenskultur

Laut Was ist Agilität und welche Vorteile bringt eine agile Organisation? werden in der Praxis unter Agilität vier zentrale Aspekte verstanden:

  • Geschwindigkeit
  • Anpassungsfähigkeit
  • Kundenzentriertheit und
  • Haltung

Im Artikel Agiles Management als Führungs- und Organisationsprinzip bzw. in Anlehung an Ausführungen von HR Pioneers wird hier der zentrale Aspekt der Kundenorientierung (und Mitarbeiterorienterung) betont:

Für die Entscheidungsfindung in Organisationen bedeutet agiles Management, dass Entscheidungen dort getroffen werden, „wo das Wissen und nicht die disziplinarische Macht sitzt.“ … Prozesse werden aus Kundensicht gedacht. „Agile Organisationen haben zudem verstanden, dass radikale Kundenorientierung einhergeht mit radikaler Mitarbeiterorientierung“,  …

Wie geht „agile“?

Siehe hierzu beispielsweise die Capgemini Consulting Publikation „Agile Organizations“, Kapitel 5 ‚How to become an agile organization‘.

In dem Artikel Embracing Agile werden 6 wesentliche Hebel genannt, um das agile Potenzial für die Organisation zu heben:

From our work advising and studying such companies, we have discerned six crucial practices that leaders should adopt if they want to capitalize on agile’s potential.

  1. Learn How Agile Really Works
  2. Understand Where Agile Does or Does Not Work
  3. Start Small and Let the Word Spread
  4. Allow “Master” Teams to Customize Their Practices
  5. Practice Agile at the Top
  6. Destroy the Barriers to Agile Behaviors

Es ist eine Reise. Es geht um gelebte Erfahrung. Transition braucht Geduld, ggf Fehler, ausprobieren und experimentieren.

Sind wir nicht alle ein bisschen „WAGILE“?

WAGILE ist eine Wortschöpfung aus „agile“ und „waterfall“ (= konventionelles Projektmanagements, häufig als „Wasserfall“ bezeichnet). Sie steht somit synonym dafür, dass man im schlimmsten Falle zwischen den Welten stecken bleibt. Nämlich dann, wenn man agile nur als Methode einführt, es aber im Verhalten nicht lebt.

(Angemerkt sei, dass es Bereiche oder Themenstellungen gibt für die der konventionelle „Wasserfall“-Ansatz durchaus weiter sinnvoll bleiben kann. Und – mindestens in Übergangsphasen – ist damit zu rechnen, dass das Neue noch nicht vollständig aufgenommen wurde und alte Verhaltensmuster sich an der einen oder anderen Stelle beharrlich aufrecht erhalten).

(Truely) „agile“ zu sein ist ein langer Weg – zumindest für die Organisationen die nicht „greenfield“ starten, sondern ihre Historie mitbringen. Denn, den wesentlichen Unterschied macht was nicht durch die Einführung einer bloßen Technik oder Methode zu verändern ist: die Haltung.

So auch der Artikel Agiles Management als Führungs- und Organisationsprinzip:

In der Praxis besteht ein gemeinsamer Kern des Verständnisses von Agilität. Verbunden werden damit insbesondere Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit. … Gerade Unternehmen, die sich schon länger mit Agilität beschäftigen, gehen über Methoden hinaus und rücken eine agile Haltung in den Vordergrund.

Und, wie Andrea Tomasini from agile42 im Artikel Growing agile…Not scaling! schreibt:

First of all, think at agility as a means towards a goal and not the goal itself.

Es ist eine Entwicklungsreise die man erfahren und erleben muss, eine Art zu sein die nie wirklich zu einem Ende kommt – und somit kein Reiseziel im Sinne eines „Ankommens“ beinhaltet. Agil ist etwas das wachsen muss (Organismus), nicht skaliert werden kann (Maschine). Die bloße Implementierung eines Modells oder einer Methode funktioniert nicht; man muss experimentieren und anwenden. Und die entsprechende Haltung entwickeln.

Denn, so der Artikel You will not become agile by implementing scrum:

Scrum is a method, agile is a mindset.

Im Sinne von „agile is a mindest“ sind einige Prinzipien einer agilen (Arbeits-) Welt und Kultur besonders zu hervorzuheben:

  • Culture: trust & freedom, learn faster, iterative & incremental, experiment
  • Cooperation: self-steered, collaboration & co-creation, cross-functional
  • Competences: decision making at lowest possible level closest to expertise, ownership based on defined roles
  • Leadership: guiding teams by vision & goals, solving impediments

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Arbeiten 4.0 – Willkommen in der schönen neuen Welt?

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Arbeiten 4.0 – hierarchiefrei, demokratisch, technologisch….Willkommen in der schönen neuen Welt? – so lautet der Titel der Panel Diskussion mit Bernd Blessin, Gabriele Sons und Martin Seiler anlässlich der diesjährigen Rethink HR & Tech, Hamburg. #reHRTech


Fragen entsprechend der Diskussion.

Digital, innovativ, kreativ – wie sehen die Rahmenbedingungen für den effizienten, eigenverantwortlichen und hochmotivierten Mitarbeiter 2020 aus? Weiterlesen „Arbeiten 4.0 – Willkommen in der schönen neuen Welt?“

Schritt für Schritt - neue Wege gehen 

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An Schweden schätzt sie den agilen Ansatz „steg för steg“ und ihr erstes Musikalbum war von einer Rock’n’Roll-Legende. Felicitas von Kyaw, Vice President HR bei Vattenfall, hat unseren Fragebogen beantwortet.

..so beginnt das Interview „Schritt für Schritt“ im Human Resources Manager.

Talents in a changing world @Change Congress Handelsblatt 


Fragen und Antworten sinngemäß und frei anläßlich der Diskussion auf dem Handelsblatt Change Congress 2016, Düsseldorf.

Frage: Was macht Freude bei der Arbeit im Talent Management?

Spannend ist es, den Umbruch der in der Organisationswelt – und damit auch im Talent Management – stattfindet zu begleiten.

Die originäre Aufgabe von HR – konkret im Talent Management – ist das Finden, Fördern und Binden von qualizierten Arbeitskräften bzw. Talenten.

Etwas, das in Zeiten von Demografiewandel und Fachkräftemangel eine zunehmende Herausforderung ist. Zudem sehen wir folgende weitere Wirkkräfte und laufende Veränderungen:

  • im Arbeitsmarkt (global, digital),
  • der Arbeitswelt und ihrer –bedingungen (flexibel) wie vor allem
  • der Arbeitsorganisation (flach, agil), genauso wie in
  • den Erwartungen an Arbeit und Karriere (purpose).

Daraus ergeben sich zwei wesentliche Trends im Talent Management: Weiterlesen „Talents in a changing world @Change Congress Handelsblatt „

Digital Future of HR and more 


Anlässlich der Kienbaum Jahrestagung 2016 ist das Ehreshoven Manifest entstanden. Mehr als 400 Personalexperten hatten zu vier zentrale Themenfeldern:

  • Digital Leadership: Offene Feedback- und Fehlerkultur etablieren
  • Geschäftsmodell von HR: Ein Vorbild im digitalen Prozessmanagement sein
  • Digitale Unternehmenstransformation: Neue Methoden erhalten Einzug
  • Die Belegschaft von morgen schon heute kennen

zehn Lösungsansätze für die digitale Transformation von HR entwickelt. Weiterlesen „Digital Future of HR and more „

„Sowohl als auch“ – keine getrennten Welten 

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Wie kommt das Neue in die (vorhandene Organisations-) Welt? Wie lassen sich Organisationen nachhaltig verändern in dem – in der Organisationsheorie bekannten – Spannungsfeld einer „organisationalen Ambidextrie“ (Effizienz vs. Innovation).

Nebeneinander? Oder eher ein sowohl-als-auch Ansatz?

Die Mischung machts oder besser gesagt, getrennte Welten bringen die Organisation auf Dauer nicht weiter.  Weiterlesen „„Sowohl als auch“ – keine getrennten Welten „