Agile organisation – Handelsblatt Change Congress #ChangeC 


Handelsblatt Change Congress #ChangeC, Berlin 

Auf dem Handelsblatt Change Congress gab es im Rahmen der Fishbowl Session Sind wir nicht alle ein bisschen WAGILE? Mythen, Stolpersteine und Erfolgsfaktoren des agilen Arbeitens sinngemäß folgende Fragen:

1. Welche Schwierigkeiten gibt es bei der Einführung agilen Arbeitens? – Mythen und Stolpersteine


Agile ist mehr als die bloße Einführung eines Modells oder einer Methode wie Scrum.

WAGILE ist eine Wortschöpfung aus „agile“ und „waterfall“ (= konventionelles Projektmanagements, häufig als „Wasserfall“ bezeichnet). Sie steht synonym dafür, dass man im schlimmsten Falle „zwischen den Welten“ stecken bleibt.

Nämlich dann, wenn man „agile“ nur als Methode einführt, es aber im Verhalten nicht lebt. 

„Agile ways of working“ ist eine Entwicklungsreise die man erfährt und erlebt, eine Art zu sein die nie wirklich zu einem Ende kommt – und somit kein Reiseziel im Sinne eines „Ankommens“ beinhaltet.

Agil ist etwas das wachsen muss (Organismus), nicht skaliert werden kann (Maschine). Die bloße Implementierung eines Modells oder einer Methode funktioniert nicht; man muss experimentieren und anwenden. Und die entsprechende Haltung entwickeln.

Es geht um gelebte Erfahrung. Transition braucht Geduld, ggf Fehler, ausprobieren und experimentieren.

(Truely) „agile“ zu sein ist ein langer Weg – zumindest für die Organisationen die nicht „greenfield“ starten, sondern ihre Historie mitbringen. Denn, den wesentlichen Unterschied macht was nicht durch die Einführung einer bloßen Technik oder Methode zu verändern ist: die Haltung. 

2. Wie können diese Schwierigkeiten überwunden werden? – Erfolgsfaktoren zur nachhaltigen Etablierung agilen Arbeitens (von wagile zu agile)

Agil heißt iterativ und inkrementell. D.h. nicht alles von Anfang an richtig und fertig haben. Es bedeutet „steg för steg“ (schwedisch für „Schritt für Schritt“) – es braucht Mut, die ersten Schritte zu setzen sowie Offenheit für Neues auf einer unendlichen (Entdeckungs-) Reise. Damit ist auch der Weg das Ziel.

Umfangreiches Umdenken und Neumachen sowie ein ganzheitlicher, allumfassender Ansatz sind gefragt.

Im Sinne von „agile as a mindest“ sind einige Prinzipien einer agilen (Arbeits-) Welt und Kultur besonders zu hervorzuheben:

  • Culture: trust & freedom, learn faster, iterative & incremental, experiment
  • Cooperation: self-steered, collaboration & co-creation, cross-functional
  • Competences: decision making at lowest possible level closest to expertise, ownership based on defined roles
  • Leadership: guiding teams by vision & goals, solving impediments

Selbststeuerungskräfte sind zu aktivieren, Netzwerke zu mobilisieren und Eigenverantwortung zu stärken. Agile Kompetenzen wie „fast failure“, beta-Versionen und in ständiger Optimierung angelegte iterative Ansätze gewinnen an Bedeutung.

Im Artikel Embracing Agile werden 6 wesentliche Hebel genannt, um das agile Potenzial für die Organisation zu heben:

From our work advising and studying such companies, we have discerned six crucial practices that leaders should adopt if they want to capitalize on agile’s potential.

1. Learn How Agile Really Works

2. Understand Where Agile Does or Does Not Work

3. Start Small and Let the Word Spread

4. Allow “Master” Teams to Customize Their Practices

5. Practice Agile at the Top

6. Destroy the Barriers to Agile Behaviors

Mehr zum Nachlesen u.a. in Agile – sind wir nicht alle ein bißchen WAGILE bzw. in der Kategorie Agile des blogs.

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